Antikontroll-Programm für Hunde

Das Anti-Kontrollprogramm - 1 Hilfe bei Problemen mit dem Hund.

Woran erkennen wir kontrollierendes Verhalten bei unserem Hund bzw. was machen wir falsch?

Dieses Anti-Kontrollprogramm stellt lediglich eine zusätzliche Ergänzung zur Umkonditionierung von Fehlverhalten dar.

Für ein grundlegendes Therapieprogramm bedarf es der eines Hundetrainers mit Fachrichtung Problemtherapie

 

Von Kunden empfohlen - Hundewelten

Falsch ist

Er lässt sich mehrfach “bitten” oder ignoriert es völlig, wenn wir etwas von ihm wollen. Wohingegen WIR seine Aufforderungen zum Streicheln, Futter, Zuwendungen bzw. Gassi gehen sofort bereitwillig befolgen.

Richtig ist

Sie streicheln oder Füttern Ihren Hund nur dann, wenn Sie das wollen, nicht wenn Ihr Hund es möchte. Reagieren Sie auf das Anstupsen mit der Nase und ähnlichen Aufforderungen Ihres Tieres indem Sie wortlos körperaktiv zurückstupsen.

Schicken Sie ihn hin und wieder einfach weg. Sie alleine bestimmen Zeit, Ort und Dauer der Zuwendung, nicht Ihr Hund. In den ersten 2 Tagen räumen Sie jegliche Ressourcen wie Spielzeug beiseite, er darf sich nur noch mit Ihnen gemeinsam beschäftigen.

Falsch ist

ER bestimmt, wo ER im Haus liegen darf oder sich aufzuhalten hat, während niemand von uns, ihm seinen Liegeplatz streitig macht.

ER geht voraus an Türen oder an Treppen und springt aus dem Auto, sobald die Tür geöffnet wird.

Richtig ist

Sie steigen nicht über Ihren Hund, wenn dieser mal wieder am Boden liegend die Türe blockiert, sondern scheuchen ihn auf. Sie lassen Ihren Hund nicht zuerst aus der Tür laufen, da Sie dieses Vorrecht haben. Sie suchen sich keinen anderen Platz weil Sie Ihren Hund auf dem Sessel schlafend nicht aufwecken möchten, sondern schubsen ihn herunter.

Täglich einmal wird er für mindestens 30 Minuten auf seinen Platz gebracht, wo er zu bleiben hat, bis wir ihm erlauben aufzustehen. Dieser Platz darf sich nicht an strategisch wichtigen Orten befinden, heißt: Nicht im Flur oder an der Haustür bzw. Balkontür.

Falsch ist

ER bekommt IMMER als Erster SEINE Mahlzeit, wir haben uns symbolisch mit dem zufrieden zu geben, was ER "übrig" lässt, indem wir nach ihm (fr)essen.

Er beansprucht herumliegende Nahrungsmittel, während ER uns vom Futternapf vertreibt und sich Nahrung nicht oder nur schwer wieder abnehmen lässt.

Richtig ist

Füttern Sie ihren Hund immer nur einmal täglich. Lassen Sie Futter 10 Min. stehen und nehmen Sie den Rest wortlos weg. Bevor er zum Futternapf darf, muss er Sie ansehen. Wenn er zur Schüssel drängelt, stellen Sie sich zwischen den Hund und den Napf und blockieren den Weg zur Futterschüssel. Sobald er den Blickkontakt zu Ihnen zeigt, darf er fressen. Nahrung in Form von Schweineohren usw. darf er nur fressen, während Sie selbige festhalten, um Kontrolle über diese Ressource zu haben.

Überlassen Sie den Hund nicht sich Selbst, Beute gibt es nur noch nahe beim Menschen. Zerren Sie niemals etwas aus der Hundeschnauze! Fixieren Sie ihn locker am Halsband und halten Sie wortlos die Hand unter die Schnauze, sobald er seine Beute loslässt, belohnen Sie ihn mit Futter. Bleiben Sie bei dieser Übung anfangs geduldig und ruhig.

Falsch ist

Ihr Hund markiert und kontrolliert außerhalb wie innerhalb des Hauses sein Territorium, wozu auch Unsauberkeit gehört.

Richtig ist

Ein Hund, der auf seinem Platz liegen muss und dadurch unter ständiger Beobachtung ist, hat keine Möglichkeit die Wohnung zu verunreinigen.

Ein Hund der frei herumlaufen kann, nimmt sich irgendwann das Recht, SEIN Territorium zu markieren.

Falsch ist

Unterwegs hält ER das Menschen-Rudel zusammen, indem er mal hinter, mal neben oder auch mal vor uns läuft und selten zulässt, dass ein Rudelmitglied hinter der Gruppe zurückbleibt oder gar voraus geht.

Richtig ist

Achten Sie bitte darauf, dass Ihr Hund niemals vor Ihnen läuft, sondern immer auf der gleichen Höhe mit Ihnen bleibt. Zieht er jedoch voraus, stellen Sie sich vor das Tier und blockieren es wortlos mit einer deutlichen Körperhaltung. Orientiert sich der Hund wieder an Ihnen, so belohnen Sie dieses Verhalten.

Falsch ist

Er manipuliert uns durch sein unterwürfiges Verhalten, dem wir viel zu oft nachkommen. Wir bemitleiden ihn und geben zu oft nach, wenn es um Futter oder Zuwendung geht.

Richtig ist

Unterlassen Sie zunächst jede körperliche Zuwendung. Später können Sie ihn für richtiges Verhalten gerne streicheln. Loben Sie ihn durch Futter aus Ihrer Hand!

Täglich mind. einmal wird der Hund einige Minuten lang gebürstet. Dazu lassen Sie ihn zeitgleich kleine Leckereien aus Ihrer Hand fressen. Nehmen Sie ihn während dessen an die Leine um Flucht zu verhindern. Erhöhte Liegeplätze wie Bett oder Sofa sind für ihn tabu!

Falsch ist

ER bestimmt, wohin das Rudel geht, das heißt, er zieht an der Leine und zieht Herrchen/Frauchen hinter sich her, bzw. lässt sein Herrchen/Frauchen warten, wenn ER unterwegs etwas zu untersuchen gedenkt.

Richtig ist

Mehrmals täglich üben Sie mit dem Hund 10 Min. eine Übung, die er kann und dann eine neue Übung. In der ersten Woche finden diese Übungen im Haus statt, in der zweiten und dritten Woche findet die Übung im Rahmen eines Spaziergangs statt.

Besonderes Merkmal dieser Übungen ist, dass Sie sich vorher genau überlegen, was Sie mit ihm üben wollen. Die Übungen sollen flott aufeinander folgen und Kommandos so gegeben werden, dass der Hund sie prompt und zügig befolgen kann. Wenn sich der Hund mit Schnüffeln aufhält, drängen Sie ihn körperaktiv weg und belohnen Sie seine darauf hin folgende Aufmerksamkeit zu Ihnen.

Falsch ist

Er verteidigt unaufgefordert Territorium und das Rudel gegen Artgenossen und fremde Menschen. Das macht ihn leider laut, störend und manchmal auch aggressiv.

Richtig ist

Nehmen Sie ihn an der Leine mit zur Tür und lassen ihn neben sich absitzen, öffnen Sie die Tür und begrüßen den Fremden. Steht er auf und möchte zur Tür, dann drängen Sie ihn wortlos körperaktiv zurück, bis er nachgibt. Belohnen Sie sofort dieses neue, gewünschte Verhalten.

Falsch ist

Indem er fortläuft und nicht kommt, wenn wir ihn rufen, verhält er sich im Grunde genommen nicht anders als das Alphatier, das die Jagd einleitet.

Richtig ist

Lassen Sie Schreien, Herumbrüllen und Kommandos weg, Ihr Hund orientiert sich nicht daran. Alleine durch das Weglassen von Sprache und dem körperaktiven Umgang wird er sehr viel  aufmerksamer.

Üben Sie aufmerksames Verhalten an kurzer Leine mit Futter solange, bis auf 1 Meter Distanz regelmäßiger Blickkontakt gewährleistet ist. Erst danach gestehen Sie dem Hund einen weiteren Meter zu. Erst wenn der Hund sich völlig an Ihnen orientiert, kann ans Ableinen gedacht werden.

Falsch ist

Eventuelle Übergriffe auf seinen Alpha-Status wehrt er, durch den Selbsterhaltungstrieb gegen menschliche Rudelmitglieder unter Aggression ab.

Richtig ist

Zeigen Sie dem Hund mehrmals täglich, ein Stück Futter und halten Sie es anschließend seitlich von Ihrem Körper. Sobald der Hund Sie anschaut geben Sie ihm wortlos das Futter. Sie bauen so eine wichtige Abhängigkeit auf und der Hund lernt, dass er erstrebenswerte Ressourcen wie Futter nur über den Menschen bekommt.

Reduzieren Sie ihn im Bewegungsraum, gehen Sie nur noch an der Leine mit ihm in den Garten oder spazieren. Ein Hund, der zu viel hat: Futter, Streicheleinheiten, Zuwendung, sieht keinen Grund darin, sich am Menschen zu orientieren.

Bestrafen Sie niemals einen knurrenden Hund, er wird aufhören zu knurren und sofort zubeißen.