Hunde in Deutschland - die Wahrheit
von Torsten Schöppler . Hunde in Deutschland Jedes Jahr sterben in Deutschland knapp 8.000 Menschen bei Verkehrsunfällen. Dabei werden nur die Opfer gezählt, die innerhalb von 30 Tagen nach dem Unfall das Zeitliche segnen. 12.000 Menschen kommen durch Unfälle im Haushalt um. Sie fallen beim Gardinen aufhängen von der Leiter, rutschen unter der Dusche aus, ertrinken in der Badewanne, stürzen beim Fensterputzen hinaus oder wollten nur mal eben die Steckdose reparieren. Weitere 12.000 nehmen sich das Leben. Sie sind depressiv, einsam, verzweifelt. Von ihnen sind 5.000(!) Kinder und Jugendliche. Am unteren Ende der Deutschen Todesstatistik sterben jedes Jahr 12 Menschen durch Insektenstiche und 6 bei Blitzeinschlägen. Erst ganz zum Schluss folgt die Rubrik “Hund” mit durchschnittlich 1,5 Fällen pro Jahr.
Auch schwere Verletzungen durch Hunde sind sehr selten. Selbst Berlins nicht hundefreundliche Senatorin Schöttler musste bei der Vorstellung der Hundestatistik des Jahres 2000 zugeben, dass kein einziger Mensch in der Großstadt Berlin von einem Hund schwer verletzt worden war. Nach den bekannten Untersuchungen kann davon ausgegangen werden, dass über 90% aller Verletzungen durch Hunde mit einem Streifen Hansaplast kuriert werden.
Dagegen leiden in Deutschland Zehntausende ihr Leben lang an den Spätfolgen von Autounfällen. Es gibt bei uns jede Menge Kriminalität, soziales Elend, Arbeits- und Obdachlosigkeit, Drogenmissbrauch vor allem durch Alkohol und Zigaretten, Kindesmisshandlungen, perspektivlose Jugendliche sowie durch, Rechtsextremismus, etc. pp..
Jedes Jahr sterben in Deutschland hunderttausende an zu fettem Essen, Bewegungsmangel und zu viel Stress. Gegen die beiden letzteren Probleme verschreiben immer mehr Ärzte 3X täglich Hundegassi. Fast täglich retten Hunde ihre Familie aus brennenden Häusern oder Wohnungen. Die Arbeit von Rettungshunden ist allseits bekannt. Es wird nur viel zu wenig beachtet, das auch diese ganz gewöhnliche Hunde sind. Sie leben in normalen Familien, brauchen regelmäßig Auslauf, im Kampf um eine läufige Hündin legen sie schon mal Nachbars Rüden auf den Rücken oder sie schnappen zu, wenn man ihnen wehtut. Hunde können einen epileptischen Anfall ihres Besitzers im voraus spüren. Dieser kann sich so noch von Gegenständen entfernen, an denen er sich bei einem Sturz möglicherweise das Genick bricht. Bei Zuckerkranken können manche Hunde eine drohende Unterzuckerung anzeigen und dem Patienten so oft das Leben retten. Kinder, die mit Hunden aufwachsen, sind sozial kompetenter, kommunikativer und verantwortungsbewusster. Sie sitzen nicht so oft vor dem Fernseher oder Computer. Jugendliche mit einem Hund neigen weniger zu Kriminalität und Drogenkonsum. Kinder und Jugendliche mit Hund begehen seltener einen Selbstmord. Sie erhalten durch ihn einen ersten wichtigen Bezug zur Natur. Früher oder später lernen sie so auch den Tod kennen und beobachten innerhalb von 12-15 Jahre ein ganzes Leben, von der Geburt bis zum Ende. Besser und wirkungsvoller kann die Vorbereitung auf den Ernst des Lebens wohl kaum sein. Erwachsene mit Hund haben mehr Bewegung und soziale Kontakte. Sie sind außerdem ausgeglichener und gesünder. Hunde fördern die Resozialisierung Strafgefangener und den Heilungsprozess psychisch Kranker. Ehemalige Drogenabhängige bleiben durch ihren Hund eher clean. Die Arbeit von Behindertenbegleithunden ist hinlänglich bekannt und nicht mehr wegzudenken. Leider können meist nur Betroffene von den vierbeinigen Helfern profitieren, die als Kinder auch gelernt haben, mit Hunden umzugehen. Am Ende unseres Lebens bleiben wir mit einem Hund länger geistig und körperlich agil, werden weniger krank und seltener zum Pflegefall. So gibt es seit vielen Jahren Hundebesuchsdienste, um auch schwer kranke und bettlägerige Patienten regelmäßig mit Hunden in Kontakt zu bringen.
Selbst rein statistisch betrachtet werden sicherlich hundert mal mehr Menschen von Hunden gerettet als umgekehrt.
Die Freude, welche die fast 5 Millionen Hunde in Deutschland den Menschen jeden Tag bereiten, ist dagegen weder in Zahlen noch in Worten zu fassen. Bei nüchterner Betrachtung ist daher alles zu unternehmen, um die Haltung von Hunden zu fördern Die wenigen bekannten Nachteile können ohne große Diskussion in Kauf genommen werden. Es sind alle Maßnahmen zu unterlassen, die jemanden von der Anschaffung eines Hundes abhalten würden.
Die von der Anzahl her eigentlich vernachlässigbaren Risiken der Hundehaltung sind darüber hinaus leicht durch einschlägig bekannte Maßnahmen zu reduzieren. Zu nennen sind das Verbot von Zwinger- und Kettenhaltung sowie dem “Scharfmachen” und das Gebot der richtigen Sozialisierung von Welpen vor allem in der Prägephase der 4.-7. Lebenswoche.
Der Hund als bester Freund des Menschen ist ausgiebig in den Lehrplan aller Schulen aufzunehmen. Der Unterricht sollte vom ersten spielerischen Kontakt im Kindergarten bis zur artgerechten Ausbildung des Hundes in der Sekundarstufe II reichen. Die Haltung eines Hundes ist in Wohnungen und Häusern per Gesetz grundsätzlich zu erlauben, sofern dem im konkreten Einzelfall nicht berechtigte Interessen anderer entgegenstehen.
Es muss grundsätzlich möglich sein, Hunde auf allen Grünflächen ohne Leine laufen zu lassen. Bestehende Beschränkungen sind nur noch auf Spiel- und Sportplätze bzw. Liegewiesen anzuwenden. Nur so kann ein Sozialsystem “Hund” initialisiert werden, bei dem sich Hundehalter wohnortnah und ganz selbstverständlich treffen, um die neuesten Ausbildungsratschläge auszutauschen oder die Hunde sich einfach spielerisch gegenseitig erziehen zu lassen. Verunreinigungen von Bürgersteigen oder Grünanlagen sind durch Hundetoiletten leicht zu reduzieren.
Mehr Hunde bedeuten für uns Menschen mehr echte Lebensqualität und mehr Lebensfreude ohne die Risiken oder Umweltzerstörungen der Technik in Kauf nehmen zu müssen. Einfacher und risikoloser kann man de facto niemanden glücklich machen.
Mit freundlicher Genehmigung von dog-press / Torsten Schöppler - tosch14@web.de
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